
DIE KONFERENZ
Räume für das Gemeinwohl werden immer knapper. Gleichzeitig stehen zahlreiche Gebäude aus verschiedenen Gründen leer oder werden kaum genutzt – vom verlassenen Ladenlokal über ungenutzte Industriehallen und Kirchen bis hin zu brachliegenden Grundstücken. Leerstände prägen nicht nur das Bild vieler Städte und Gemeinden, sie verursachen auch erhebliche soziale und ökologische Kosten. Dabei steckt in solchen Räumen großes Potenzial – vorausgesetzt, sie werden erkannt, geöffnet und gemeinschaftlich weitergedacht. Dafür braucht es innovative Herangehensweisen und Pionier*innen, die diese Wege gestalten.
Mit der Konferenz „Commoning Spaces! Räume für das Gemeinwohl aktivieren“ möchten wir genau diese Ansätze sichtbar machen, vernetzen und gemeinsam weiterentwickeln. Die Konferenz soll dabei Beiträge aus Wissenschaft und Praxis vereinen.
Wann: 19. bis 21. Oktober 2026
Wo: Hochschule München, Fakultät für Architektur, Karlstraße 6, 80333 München
Konferenzsprache: deutsch
Teilnahme: kostenfrei, Anmeldung erforderlich
MANIFEST
Das Gemeinwohl aller Stadtbewohner*innen sollte in räumlichen Planungs- und Entwicklungsprozessen im Mittelpunkt stehen. Das betrifft beispielsweise kollektive Bedürfnisse nach Bildung, Gesundheitsversorgung, Begegnung, bezahlbarem Wohnraum, sozialer Sicherheit und guter Infrastruktur. Eine weitere Ausführung zum hier verwendeten Gemeinwohl-Begriff ist in unserem Manifest „Raumtransformation“ zu finden.
CALL FOR PARTICIPATION
Der Aufruf richtet sich an alle, die Leerstand und untergenutzte Räume in städtischen und ländlichen Kontexten untersuchen oder im Sinne des Gemeinwohls aktivieren – sei es als Praktiker*innen, Entscheidungsträger*innen (z. B. aus Initiativen, Verwaltung, Kirchen, Unternehmen), als interessierte Einzelpersonen oder als Forschende. Dabei freuen wir uns insbesondere über interdisziplinäre und transdisziplinäre Konferenzbeiträge, die Verbindungen zwischen unterschiedlichen Akteur*innen und Disziplinen wie Architektur und Stadtplanung, Soziale Arbeit, Sozialwissenschaft, Immobilienwirtschaft, zivilgesellschaftlichen Initiativen, stadtpolitischem Aktivismus u. v. m. aufzeigen.
BEITRAGSTHEMEN
Was wird aus Räumen wie Kirchen-, Bahnhofs- oder Kaufhausgebäuden, wenn diese immer weniger oder gar nicht mehr in ihrer ursprünglichen Form genutzt werden? Und wie lassen sich solche Räume neu denken und für das Gemeinwohl reaktivieren? Für die Konferenz suchen wir Beiträge zu leerstehenden oder untergenutzten Gebäuden, Freiflächen und Brachen – unabhängig davon, ob sie sich in privater, kollektiver, städtischer oder kirchlicher Hand befinden oder befanden.
Die Beiträge müssen dabei keinesfalls bereits abgeschlossene Projekte behandeln. Auch „work in progress“-Zwischenstände, Erfahrungen aus gescheiterten Projekten oder das Aufzeigen von Problemstellen und Fragenkomplexen sind ausdrücklich willkommen. Die Konferenzbeiträge sollten zu einem oder zu mehreren Themenschwerpunkten der Konferenz passen:
– Finanzierungskonzepte und Organisationsmodelle
– Sozialräumliche Integration und Wertewandel
– Beteiligungsverfahren und Ko-Produktion
Mehr Informationen und mögliche Fragestellungen rund um die Themenschwerpunkte sind Call for Participation zur Konferenz zu finden!
KONFERENZORGANISATION
Im Rahmen der Konferenz wird auch der diesjährige Hans Sauer Preis zum gleichen Thema vergeben. Weitere Informationen zum Preis sowie zur Teilnahme am Wettbewerb finden Sie hier.
Die Konferenz wird vom social design lab der Hans Sauer Stiftung gemeinsam mit der Hochschule München organisiert. Diese Kooperation reiht sich ein in eine kontinuierliche Zusammenarbeit zu den Themenfeldern Leerstandserfassung und -aktivierung, gemeinwohlorientierte Stadtentwicklung und Kirchenraumtransformation.
Die hochschulseitige Leitung und Koordination liegt bei Dr.-Ing. Andrea Benze, Professorin für Städtebau und Theorie der Stadt, und Prof. Dr. Gerald Beck, Professor für Soziale Innovation und Organisationsentwicklung.

