
In Koblenz soll in den Jahren 2025 bis 2027 eine Bürgerplattform entstehen, in der Interessen und Themen der Menschen vor Ort gebündelt und in Aktion gebracht werden. Als Bürgerplattform ist dabei eine »dauerhafte Allianz vielfältiger Institutionen der Zivilgesellschaft [zu verstehen], die an bestimmten Orten soziale und ökonomische Veränderungen bewirkt und im Verlauf Bewohner zu Bürgern macht« (Lina Jamoul). Ursprünglich in den USA entwickelt, haben sich Bürgerplattformen mittlerweile auch in Europa als Instrumente einer soziopolitischen Gemeinwesenarbeit etabliert und fungieren als zivilgesellschaftliches und nachhaltiges Gegenüber zu Staat und Wirtschaft.
Zentrales Element für den Aufbau der Bürgerplattform ist dabei das Methodenset des Community Organizing, das in Koblenz in Form eines Citizen Science-Ansatz umgesetzt wird. So finden verschiedene Beziehungs- und Kleingruppengespräche mit Bewohner:innen der Koblenzer Stadtteile statt und es werden diejenigen Themen und Interessen aufgegriffen, die sich aus der Lebenswelt und Erfahrung dieser ergeben. Hierfür wird eng mit der Hochschule Koblenz kooperiert, die diesen Ansatz in Seminaren und Praxisphasen ebenso aufgreift und mit Studierenden ergänzende Informationen zu den Bedarfen vor Ort ermittelt.
Parallel dazu werden Menschen dabei begleitet, sich für diese Themen einzusetzen und sich als „handlungsfähiges Wir“ (L. Penta) für diese, auch gegenüber von Entscheidungsträger:innen, stark zu machen.
Organisation:
COD Community Organizing Deutschland
Kontakt zum Projekt:
Tobias Meier
tobias.meier@organizing-germany.de
Bildrechte (c)
COD Community Organizing Deutschland

