Das waren die Social Design Elevation Days 2016!

4. Februar 2016

3

Vom 20. bis 24.2.2016 fanden zum zweiten Mal die Social Design Elevation Days statt und widmeten sich ganz der Schaffung von innovativen und integrativen Wohnlösungen für Migranten und Studierende. Dabei lag der Fokus auf dem Projekt „Home not Shelter! Gemeinsam leben statt getrennt wohnen“, das die Hans Sauer Stiftung im Sommer 2015 ins Leben gerufen hat.

Das Impact Hub Munich wurde in diesen Tagen zu seinem großen Architekturstudio umfunktioniert. Während des Eröffnungswochenendes hingen die über 60 Projektentwürfe der Studierenden aus und konnten erkundet werden. Während der gut besuchten Eröffnungsveranstaltung am Samstag Abend, stellten die teilnehmenden Universitäten und Hochschulen ihre Ergebnisse der Arbeitsphase aus dem vergangenen halbe Jahr vor. Im Anschluss wurde dann im Provisorium gefeiert.

Am Sonntag leitete Ton Matton von der Kunstuniversität Linz einen Workshop zum Thema „Getrennt wohnen? Kampf der Segregation!“, welcher in einer kleinen „Demonstration“ vor dem Impact Hub endete. Im Anschluss wurde kiloweise Gemüse geschnippelt und zusammen mit KITCHEN ON THE RUN gekocht.

An den Werktagen trafen die Studierenden in Workshops auf „Experten“, mit denen sie ihre Projekte und Ergebnisse diskutieren, validieren und prototypisch testen konnten. In jedem der Workshop wurde das Augenmerk auf bestimmte Themen gesetzt. So beschäftigte man sich am Montag mit der Herausarbeitung von wichtigen Themenfeldern, am Dienstag wurden konkrete Alltagssitutionen unter die Lupe genommen und der Mittwoch gab Raum dafür, die Erkenntnisse der vergangenen Workshops auf konkrete Projekte anzuwenden.

Sowohl am Dienstag als auch am Mittwoch Abend war die Öffentlichkeit ins Impact Hub eingeladen. So wurden am Dienstag gemeinsam mit Markus Rupprecht und den Studierenden von Frau Prof. Maria Auböck (Akademie der bildenden Künste München) Möbel für ein Flüchtlingserstaufnahmelager gebaut.

Am Abschlussabend der Elevation Days wurden die gesammelten Ergebnisse aus der Recherche, der Entwurfsarbeit und den Workshops synthetisiert und es wurde ein Manifest erstellt.
Schlagwörter, die dabei fielen: Langfristigkeit, Dezentralisierung, Diversität, Teilhabe (TU Berlin), Flexibilität, Heterogenität, Ausprobieren (Uni Hannover), Schwellen anstatt Grenzen (TU München), Handwerk, Mut und Offenheit (Univerisät Oldenburg), Querfinanzierung, Individualität und Selbstbau (TU Wien).

Zudem wurde auf Grund des erfolgreichen Projektverlaufs eine Fortsetzung der Initiative „Home not Shelter!“ beschlossen.

Bilder: © Daniel George