HAWI – das Wiener Home not Shelter!-Team hat die Arbeit aufgenommen

20. Juli 2016

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Nachdem die erste Projektphase des hochschulübergreifenden Stiftungsprojekts Home not Shelter! Ende Februar 2016 mit den Social Design Elevation Days in München endete, versuchten die einzelnen Teams in einer zweiten Projektphase an ihren Standorten Möglichkeiten zu finden, ihre Pläne in die Realität umsetzten – mit Erfolg!

Das Team der TU Wien hat im Mai 2016 mit Entwurfs- und Ausbauarbeiten in einem Bestandsgebäudes im zehnten Bezirk in der Kempelengasse begonnen. Entstehen wird dort ein Wohnheim für Flüchtlinge und Studierende, das von der Caritas Wien betrieben werden wird. Der Außenbereich der Immobilie wurde bereits im Rahmen der Architekturbiennale 2016 von dem Architekturbüro „next ENTERprise“ gestaltet. Das Gebäude soll neben dem Wohnheim viele unterschiedliche Nutzungen wie einen Coworkingspace, ein Startup-Zentrum, ein Schulungszentrum für Arbeitslose u.a.m. beherbergen. Die Caritas Wien begrüßte den Ansatz von Home not Shelter! und so kam es zu einer Vereinbarung mit der Hans Sauer Stiftung, in der auch die „Charta“ des Projekts – eine Sammlung von gestalterischer, räumlicher und sozialer Leitprinzipien – umfassend Berücksichtigung gefunden hat.

Während der Bauarbeiten kann und soll schon vor Ort gewohnt werden, Studierende und Flüchtlinge haben so die Möglichkeit, den zukünftigen Lebensraum gemeinsam zu gestalten. Ab August sollen nach und nach insgesamt 143 Menschen im HAWI einziehen, davon 68 Studierende, 30 Flüchtlinge und 45 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge. HIER kann man sich bereits um ein Zimmer bewerben.

Die Wiener Studierenden haben zusammen mit Ihrem Betreuer Alexander Hagner kluge und kreative Ideen entwickelt, die bestehende Infrastruktur für sich zu nutzen. So werden Teile der aufgeständerten Böden entfernt, Sitzecken geschaffen und durch Entfernung der abgehängten Decke Raumhöhe geschaffen u.a.m. In Home not Shelter!-Projekten gilt der Gestaltung von Gemeinschafts- und Außenbereichen als Orten der Vernetzung und Begegnung besondere Aufmerksamkeit. So auch in Wien, Terrassen und Grünflächen werden so zu Kontaktflächen innerhalb des Gebäudes, aber auch als Brücken und Angebote ins Quartier ausgestaltet werden.

Im September werden dann Home not Shelter!-Teams von der Jade Hochschule Oldenburg und der TU Berlin zu einer Summerschool nach Wien reisen und in der Kempelengasse mitplanen und -bauen. Aktuelle Infos rund um Home not Shelter! und das Thema findet man zudem auf dem Blog www.homenotshelter.de.