„Epistemologie der Stadt“: Hans Sauer Stiftung fördert Publikation von Christopher Dell

21. September 2016

Vibrafonist, Jazz, Improvisation, Musikalisches Raumdenken

Foto: Johanna Lippmann

 

In seinem aktuellen Buch beschäftigt sich Christopher Dell mit den Fragen, welches Wissen die produzierte Stadt enthält und mit welcher Form sich dieses Wissen erschließen lässt. Die verstädterte Welt zeigt sich heute als sozio-materiales Produkt eines mit Unbestimmtheit durchsetzten, raumproduzierenden Handelns. Auffassungen, die noch von einer vorgegebenen und nur noch abzubildenden Stadt ausgehen, greifen längst nicht mehr. In diesem Verlust liegt jedoch die Chance danach zu fragen, wie das neu entstandene epistemologische Feld des Urbanen zum Verhandlungsgegenstand werden kann.
Im Dialog mit wissens- und darstellungstheoretischen Fragestellungen zeigt Christopher Dell, wie das Wissen des Städtischen heute aufzuschließen ist: medial orientiert am Modus einer gestalterischen Diagrammatik und performativ gebunden an eine improvisatorische Praxis. Dabei entsteht ein Anforderungskatalog an die Artikulation von Wissensformen, die nicht feststellen, sondern ermöglichen.
Das Buch ist kritische Analyse und grundlegendes Werk zugleich – es liefert die erste umfassende Rahmung für ein wissenstheoretisch basiertes Verständnis aktueller Stadtforschung.

Christopher Dell (Dr. habil.) lehrte Architekturtheorie u.a. an der Universität der Künste Berlin und der Architectural Association, London. Er lehrt als Professor für Urbane Wissensformen, Organisationstheorie und relationale Praxis am Lehr- und Forschungsbereich Urban Design an der HafenCity Universität Hamburg. Dell ist Gründer und Leiter des ifit, Institut für Improvisationstechnologie, Berlin.

Eine Leseprobe finden Sie hier.