HANS SAUER PREIS 2016

7. April 2016

_MG_4400

Fotos: Astrid Eckert

Am 6. April 2016 wurden die vier Gewinner des Hans Sauer Preises, der in diesem Jahr unter dem Motto SOCIAL DESIGN. Bezahlbar.Gut.Wohnen. stand, bekanntgegeben und ausgezeichnet. Die Preisverleihung fand im Ernst von Siemens-Auditorium der Pinakothek der Moderne in München im Rahmen der Ausstellung „Keine Angst vor Partizipation“ statt. Aus 26 Projekten, die es in die zweite Runde des Wettbewerbes geschafft hatten, kürte die Jury vier Preisträger in drei verschiedenen Kategorien. In der Kategorie Neubau wurden die Projekte Kalkbreite in Zürich und das Wohnprojekt Wien ausgewählt. Der Preis in der Kategorie Bestand ging an das Projekt Streitfeld in München. Das Hotel magdas in Wien erhielt eine Auszeichnung in der Kategorie Soziale Innovation.

 

Kategorie Neubau: 
Kalkbreite Zürich (Müller Sigrist Architekten)  

Auszug aus den Statements der Jury: 
„Besonders hervorgehoben wurde im Bereich der sozialen Innovation die Einbindung der Bewohner/innen in den Planungsprozess. An der Projektentwicklung waren die zukünftigen Bewohner/innen beteiligt und im Vorfeld der Realisierung wurden mit allen nicht nur die Anlage und Gestaltung der innovativen Wohnbereiche, sondern auch gemeinschaftliche Nutzungen, Gewerbenutzungen und die öffentlich zugänglichen Außenräume verhandelt.“

 

Kategorie Neubau: 
Wohnprojekt Wien (einszueins Architekten

Auszug aus den Statements der Jury:  
„Der Gemeinnützigen Wohnungs- und Siedlungsanlagen-GmbH Schwarztal und den Planenden von einszueins architektur gelang mit ihrem Wohnprojekt Wien ein Leuchtturmprojekt. Außergewöhnlich dabei ist das durchgehend hohe Niveau in der gesamten Komplexität von Wohnarchitektur. Während Nachhaltigkeits-Aspekte in der gebauten Umwelt oft nur in einigen Schwerpunkten herausragend angestrebt werden, ist dieses Gebäude samt seinen Freiflächen auch noch ein Gewinn für das gesamte Viertel.“

 

 

Kategorie Bestand: 
Streitfeld München (Holzfurtner und Bahner Architekten)  

Auszug aus den Statements der Jury: 
„Für das fünfgeschossige Vordergebäude und ein viergeschossiges Hofgebäude wurde ein nachhaltiges und kostengünstiges Konzept für Wohnen und Arbeiten entwickelt. Nicht nur das partizipative Entwurfsverfahren und Eigenleistung, sondern auch die bestehende Tragstruktur von weiten Spannweiten ermöglichte die Realisierung von individuellen Vorstellungen von Wohnen und Arbeiten“

  

 

Kategorie Soziale Innovation: 
magdas Hotel Wien (AllesWirdGut Architekten)  

Auszug aus den Statements der Jury: 
„Der Hotelidee folgend führt es Reisende ganz unterschiedlicher Art zusammen – allerdings nicht nur auf Seiten der Gäste, sondern auch auf Seiten des Personals. Denn neben fünf echten Hotellerie-Profis und einem Job-Coach arbeiten im magdas Hotel 20 Menschen aus 14 Nationen, die als Flüchtlinge nach Österreich gekommen sind. (…) Die Jury würdigt das Projekt mit einem Preis für Soziale Innovation, weil es die gesellschaftlichen Potentiale sowohl des Herstellens als auch des Benutzens von Architektur auf herausragende Weise zusammenführt.“