Stiftung fördert neue Lernwerkstatt von CUCULA aus Berlin

9. Oktober 2015

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Die Berliner Organisation „CUCULA – Refugees Company for Crafts and Design“ hilft Flüchtlingen, sich in Deutschland zu integrieren und gibt ihnen eine sinnvolle Aufgabe. Das Projekt entstand im Winter 2013. Damals lebten fünf junge Flüchtlinge im Kreuzberger JugendKunst- und Kulturhaus „Schlesische27“. Der Designer Sebastian Däschle bot ihnen an, gemeinsam mit ihm Möbel für ihre Zimmer zu schreinern. Den jungen Männern gefiel ihre neue Aufgabe, bald hatten sie mehr Einrichtungsgegenstände gebaut als sie brauchten. Die überschüssigen Möbel verkauften sie und so entstand die Idee für CUCULA.

Seitdem bauen die jungen Männer zusammen mit Designern Möbel nach den Entwürfen des Italieners Enzo Mari. Jeder Tisch und jeder Stuhl erzählt dabei eine einzigartige Geschichte, denn die Flüchtlinge nutzen ganz besondere Werkstoffe – etwa das Holz der Flüchtlingsboote, die Woche für Woche auf Lampedusa landen.

CUCULA ist Verein, Werkstatt und Schulprogramm. Mit dem Gewinn aus dem Verkauf der Möbel werden die Flüchtlinge direkt gefördert, außerdem bekommen sie eine umfassende Ausbildung. CUCULA-Education bietet schulische Angebote wie Deutschunterricht, Alltagshilfen und Rechtsberatung. In der CUCULA-Lernwerkstatt, die von der Hans Sauer Stiftung gefördert wird, erhalten die Flüchtlinge eine handwerkliche und interkulturelle Ausbildung. So helfen die Organisatoren den jungen Männern aus Niger und Mali, sich in Deutschland zu integrieren. Außerdem setzen die Initiatoren dafür ein, dass sie eine Arbeitserlaubnis und eine Aufenthaltsgenehmigung bekommen. Für die fünf Flüchtlinge ist CUCULA deshalb längst zu einem Stück Heimat in der Fremde geworden.