Lars Mayer: Sustainable Water, Konzept zur Wasseraufbereitung unter Verwendung lokaler Traditionen und vergessener NutzpflanzenMit diesem Projekt hat die Stiftung einem Konzeptentwurf des jungen Designers
Lars Mayer zu mehr Verbreitung verholfen, weil hier eine wegweisende Konzeption zur Lösung der Wasserprobleme in einem Entwicklungs- und Schwellenland vorgelegt wurde. So bezieht der Verfasser in vorbildlicher Art und Weise das natürliche und kulturelle Herstellungs- und Nutzungsumfeld mit in Betracht und schlägt eine Lösung vor, die in Sachen ökologischer, ökonomischer und sozio-kultureller Nachhaltigkeit beispielhaft erscheint. Während verschiedener Auslandsaufenthalte des Verfassers reifte der Gedanke, mit einem einfachen und dezentralen Wasserreinigungssystem auf Grundlage der vergessenen Nutzpflanze Moringa Oleifera der in Bangladesh so dramatischen Arsenbelastung des Trinkwassers Herr werden zu können. Darüber hinaus könnte der Anbau der Pflanze auch das Potential haben, zur Grundlage verschiedener lokaler und regionaler Wertschöpfungsketten zu werden.
Auch wenn bei einer Umsetzung noch zahlreiche wissenschaftliche, technische, politische und kulturelle Hürden zu nehmen sein werden, so sah die Stiftung im vernetzten, sehr kontextsensiblen und bereichsübergreifenden Ansatz viele Denkmuster und Maximen des Stifters Hans Sauer verwirklicht.
Die Stiftung hat die Drucklegung der Arbeit: Lars Mayer: Sustainable Water untestützt, die im Herbst 2007 mit dem bf-preis 2007 Wilhelm Braun-Feldweg Förderpreis für designkritische Texte ausgezeichnet wurde.