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Forschungsprojekt an der Freien Universität in Berlin: Konservierung der Wasser- und Bodenressourcen in den Einzugsgebieten des Chetillano und Ronquillo in der nördlichen Sierra Perus

Zahlreiche der weltweiten Wasserprobleme haben ihre Ursache in einem nicht adäquaten Umgang mit den natürlichen Wasserressourcen. Als viel versprechende Möglichkeit, natürliche Prozesse und gesellschaftliche Nutzung in ein langfristiges, an Nachhaltigkeit orientiertes Gleichgewicht zu bringen, gilt eine integrierte Wasserbewirtschaftung von Flusseinzugsgebieten. Von Seiten der Forschung ist man dank moderner Methoden und Untersuchungsmöglichkeiten mehr und mehr in der Lage, die in solchen Gebieten ablaufenden komplexen Fließ- und Stoffprozesse zu messen und zu modellieren und damit einem nachhaltigen Wassermanagement neue Möglichkeiten zu eröffnen. Gebiete, in denen der menschliche Umgang mit Wasser über die Jahrhunderte zu schweren Schäden für Natur und Bevölkerung geführt hat, liegen z.B. in den südamerikanischen Anden, so  auch das im Mittelpunkt stehende Gebiet liegt im Norden Perus, genauer die Flusseinzugsgebiete des Chetillano und des Rio Ronquillo in den Departements Cajamarca und La Libertad.

Das am Institut für Geographische Wissenschaften der Freien Universität Berlin bearbeitete Projekt hat den dezentralen Wasserrückhalt und den Bodenschutz zum Ziel, womit grundsätzlich die Verweilzeit des Regenwassers im Einzugsgebiet erhöht werden soll und damit positive Folgen, wie die Verminderung des Oberflächenabflusses und der Bodenerosion, die Erhöhung des Grundwasservolumens als Wasserspeicher für Trockenperioden sowie die Reduzierung von Hochwasserspitzen in den Flüssen und die Reduzierung der Flusserosion zu erwarten sind. Dadurch sind positive Auswirkungen auf die landwirtschaftliche Produktivität und damit auch auf die Einkommensverhältnisse der Bevölkerung zu erwarten. Bis zur anschließenden Umsetzung effektiver Maßnahmen wird darauf geachtet, dass eine „win-win Situation“ (nachhaltige Boden- und Wasserressourcenentwicklung und verbesserte Nutzungsbedingungen für die ländliche und städtische Bevölkerung) erreicht wird.

Um dieses Ziel zu erreichen, ist eine belastbare Datengrundlage sowie die Überführung dieser Daten in ein Niederschlag-Abfluss-Modell zur Nachbildung der vielseitigen Prozesse erforderlich. Auf dieser Grundlage kann eine vernunft- und wissensgeleitete Konzepterstellung zum nachhaltigen Ressourcenschutz erfolgen. Insbesondere der Entwicklungsprozess von einzelnen Schutzmaßnahmen wird die kreative Auseinandersetzung mit den natürlichen Gegebenheiten des Raumes sowie der Einflussmöglichkeiten auf das Prozessgeschehen im Raum fördern. Dabei wird das Verantwortungsbewusstsein aller an diesem Prozess beteiligten Personen und Institutionen gefordert, da das zu entwickelnde Maßnahmenpaket im Rahmen einer späteren Umsetzung (positive!) Auswirkungen auf die Lebenssituation der Bevölkerung der Flusseinzugsgebiete haben wird.

Das Projekt wird über eine Laufzeit von 3 Jahren von der Hans-Sauer-Stiftung finanziert. Eine Anschubfinanzierung gab es von der Freien Universität Berlin. Projektbeginn war 2007.
 
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herr krois
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