Hyperthermie-Verfahren gegen die Varroamilbe
Die Bienen sind weltweit von der Varroamilbe bedroht. Über das Bienensterben wird immer wieder in den Medien berichtet.
Die Varroamilbe kann man derzeit bekämpfen:
- entweder mit Arzneimitteln (welche u. U. Rückstände in Honigprodukten verursachen)
- oder mit organischen Säuren (die auch für bio-zertifizierte Imkereien zulässig sind).
Diese Mittel dürfen nur nach der letzten Honigentnahme angewendet werden, bis dahin vermehren sich die Milben innerhalb des Bienenvolkes und schädigen die Bienen. Ohne Behandlung durch den Imker ist ein Volk nach zwei Jahren tot.
Als weiterer Ansatz gilt die Hyperthermie, die, weil sie auch während des Honigeintrages angewendet werden kann, die Bienenvölker praktisch ganzjährig milbenfrei macht. Die Milbe stirbt bei 40 Grad Celcius, die Biene bzw. die Bienenbrut überlebt bis ca. 45 Grad Celcius. Derzeit gibt es jedoch kein brauchbares Verfahren der Hyperthermie, um mit wenig Aufwand einen großen Erfolg bei der Milbenbekämpfung zu erzielen.
Als Imker und Ingenieur hat Herr Wilhelm Reus ein Verfahren zur Durchführung der Hyperthermiebehandlung entwickelt, das automatisiert ohne Zutun des Imkers erfolgen kann. Dieses neue Verfahren ist auch während des Honigeintrages einsetzbar, so dass die Bienen ganzjährig von der Milbe befreit werden.
Als Partner konnte ein Bieneninstitut gewonnen werden, welches die bienenwissenschaftlichen Versuche durchführen wird.