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Diagnosegerät für die Bestimmung einer Urticaria factitia mit hoher Sensitivität und gleichzeitiger Feststellung der aktuellen Schwere der Erkrankung


Die Nesselsucht (Urtikaria) ist ein sehr häufig in Erscheinung tretendes Reaktionsmuster der Haut, das durch Quaddeln gekennzeichnet ist und durch verschiedenste innere und äußere Reize ausgelöst werden kann. Bei der Urticaria facitia handelt es sich um eine überschießende Reaktion der Haut auf mechanische Reize. Bei einem Teil der Bevölkerung ist diese Erkrankung auch im Alltag relevant und führt zu einer großen Einschränkung der Lebensqualität.

Die Ursachen dieser Erkrankung sind noch unbekannt. Die herkömmliche Diagnoseerstellung ist sehr undifferenziert, da nur getestet werden kann „ Reaktion vorhanden“ und „keine Reaktion“. Aufgrund dieser unzureichenden Diagnostik und Verlaufskontrollmöglichkeiten hat sich auf Initiative der Urtikaria Sprechstunde der Universitätshautklinik Berlin eine Expertengruppe zusammengetan, um ein standardisiertes Testverfahren zur Scherkrafttestung von Patienten mit Urticaria Facitia zu entwickeln und zu testen. Da dieses Gerät zu Erhöhung der Lebensqualität beiträgt und die Patientenzahl zu gering ist, um dadurch wirtschaftlichen Nutzen zu erzielen, unterstützt die HANS-SAUER-STIFTUNG diese Gerätentwicklung seit August 2008 finanziell.

Ende 2009 soll ein handliches, einfaches aber gleichzeitig zuverässiges Gerät entwickelt sein, das eine Urtikaria factitia mit hoher Sensitivität diagostiziert und darüber hinaus in der Lage ist, eine semiquantitative Aussage über die aktuelle Schwere der Erkrankung zu treffen. Einen zusätzlichen Nutzen durch dieses Vorhaben erwartet man auf dem Gebiet der praktischen Dermatologie, so kann der behandelnde Arzt bereits vor der Therapie die Stärke der Erkrankung abschätzen und somit die Therapie individuell angepasst werden.
 
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