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Kooperation des Kinderhaus AtemReich, der Stiftung und der Gründler GmbH zur optimalen Entwicklung eines Atemgas Befeuchters

Im Kinderhaus AtemReich wird dauerbeatmeten Kindern, die Aufgrund ihrer Erkrankung eine Intensivbetreuung benötigen, die Möglichkeit gegeben in einer familiären Wohnform ein Zuhause zu finden.
Das Ziel ist es, Kinder trotz ihrer Krankheit, ihrer Beeinträchtigungen und Pflegebedürftigkeit nicht auf das zu reduzieren was sie nicht können, sondern sie als vollwertige Mitmenschen anzunehmen und ihnen ihren individuellen Möglichkeiten entsprechend, eine Teilnahme am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen.
Pflege und Förderung der Kinder sind unabdingbar miteinander verbunden.

Bewegung spielt für die Entwicklung von Organen, Muskeln und Knochen als auch für die Entwicklung des Nervensystems eine entscheidene Rolle. Über Bewegung nehmen Kinder ihre Umwelt wahr und ergreifen von ihr Besitz. Darüber hinaus erlernen sie über Bewegung soziales Verhalten und bauen ihr Selbstbild und Selbstwertgefühl auf. Nun sind die Kinder im Haus Atemreich auf künstliche Beatmung angewiesen. Die Kinder, die dort mobiler sein können, da sie entweder ihre Gerätschaften im Anhänger eines Bobbycars mitnehmen, oder an einem Ausflug in die Aussenwelt mitmachen können, machen Entwicklungsschübe.
Diese Ausflüge und Sparziergänge sind mit einem enormen Aufwand verbunden. Viele helfende Hände werden benötigt, um die vielen und großen Geräte mitzunehmen. Zudem gibt es meistens eine zeitliche Begrenzung, da es Probleme mit der Stromversorgung gibt. So werden kaum Spaziergänge mit den Eltern geplant, da es zu kompliziert ist und das Personal dafür nicht vorhanden ist.

Diese Situation möchte die Stiftung verbessern. So enstand eine Kooperation des Hauses Atemreich und der Firma Gründler, die die Entwicklung eines Atemgasbefeuchter zum Ziel hatte. Die Stiftung ermöglichte die Anschaffung einiger Atemgasbefeuchter vom Typ HumiCare, um die Beatmungsthe- rapie der betreuten Kinder zu verbessern und um im Haus Atemreich eine einjährige Studie durchzuführen. Hier wurden mehrere Atemgasbefeuchtungsgeräte verglichen und bewertet.
Die Eltern und das Pflegepersonal gaben der Firma Gründler Anregungen und Verbesserungsvor- schläge, die diese in das neue Gerät einbrachte. Außerdem wurden die Bedürfnisse der Benutzer und ihrer Angehörigen berücksichtigt


Die Auswertung der Ergebnisse zeigt eine hohe Anwenderzufriedenheit:
- Insgesamt nur ein einziger unerwarteter Alarm im Beobachtungszeitraum dokumentiert (Überfüllungsalarm, evtl. Fehlalarm nach Umhertragen des Gerätes)
- Keine Anpassung der Einstellungen notwendig aufgrund von Umfeldänderungen wie z.B. Jahreszeit, Beatmungsparametern usw. (war in der Vergangenheit häufig nötig gewesen)
- Das aus den Atemwegen der Kinder absaugbare Sekret hat den hohen Wirkungsgrad der Befeuchter eindrücklich und konstant bestätigt.
- Die Beatmungsschläuche konnten unabhängig von den Umgebungsbedingungen (Raumtemperatur, …) mit den neuen Befeuchtern komplett trocken gehalten werden, im Gegensatz zu den zuvor notwendigen Systemen, bei denen die Wasserfallen mehrfach täglich entleert werden mussten
- Das Verbrauchsmaterial (Befeuchterkammern und Beatmungsschläuche) wurde im Beobachtungszeitraum entsprechend der Herstellerempfehlung nur alle 3-4 Wochen gewechselt ggü. dem vorherigen Wechselintervall von einer Woche. Dies wurde von den Anwendern als sehr positiv und ressourcenschonend wahrgenommen.
- Die Kinder würden zum größten Teil von einem mobil einsetzbaren Gerät profitieren, da das Austrocknen der Atemwege während der mobilen Phase entfallen könnte. In dieser Zeit ist bislang
keine aktive Atemgasbefeuchtung möglich.

Insgesamt werden die theoretischen Verfahrens-Vorteile der von Gründler entwickelten Technologie in der Praxis sehr positiv wahrgenommen. Zugunsten der kleinen Patienten wäre allerdings ein kleineres, leichteres und mobil einsetzbares Gerät wünschenswert.
 
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