Erforschung der molekularen Mechanismen einer ISCADOR-Behandlung im Gliobastom am Zentrum Neurologie der Universität Tübingen, Hertie-Institut für klinische Hirnforschung
Glioblastome sind die häufigsten bösartigen hirneigenen Tumoren des Erwachsenenalters, sie weisen histologische Ähnlichkeiten mit den Stützzellen des Gehirns auf, die trotz multimodaler Therapie im Median innerhalb eines Jahres zum Tod der betroffenen Patienten führen. Eine kurative Behandlung des Glioblastoms ist bislang nicht möglich. Ein Überlebensvorteil von ca. 6 Monaten konnte bislang lediglich bei etwa 50% der Patienten, den sogeannten „Respondern“, denen das DNA-Reparaturenzym O6-Methylguanidin-Methyltransferase (MGMT) fehlt, erzielt werden, wenn sie zusätzlich zu der herkömmlichen, auf Operation und Strahlentherapie basierten Behandlung das Zytostatikum Temozolomid (TMZ) erhielten. Die Entwicklung, Testung und genaue wissenschaftliche Analyse alternativer Behandlungsstrategien für das Glioblastom, z.B. mittels naturheilkundlicher Ansätze, allein oder in Kombination mit Änderungen der Patientenernährung und damit Änderungen des Tumormetabolismus, sind daher von grosser Bedeutung.
Ziel des Forschungsvorhabens:
Mit Naturwissenschaftlichen Methoden sollen die Mechanismen einer alternativen Therapie des Glioblastoms mit Mistelextrakten (ISCADOR®) untersucht werden und zwar im experimentellen Tiermodell. Die molekularen Mechanismen einer ISCADOR®-Behandlung im Experimentellen Gliom-Modell sollen aufgedeckt werden. Es soll eine Vernetzung zwischen den Methoden und Therapiestrategien der modernen naturwissenschaftlichen Schulmedizin mit denen der anthroposophischen Medizin stattfinden und somit eine mögliche Therapie des Gliom-Rezidivs mit ISCADOR® etablieren.
Die Stiftung unterstützt diese Forschungsvorhaben dürch Übernahme der Sachkosten und das Promotionsstipendium von Oliver Podlech.
Hier werden Ansätze der moderne naturwissenschaftlichen Schulmedizin und der medizinischen Grundlagenforschung mit Ansätzen einer ganzheitlichen, anthroposophischen Medizin vernetzt und solche unkonventionelle Ansätze erhalten nur selten Finanzmittel aus den üblichen Fördertöpfen.