Diese Studie wurde von der Hans-Sauer-Stiftung im Zeitraum von Oktober 2010 bis Dezember 2011 unterstützt und wird seit dem 01.01.2012 von der Innovations Stiftung U. Sauer fortgeführt. Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an die neue Stiftung unter der Adresse Fichtenstraße 5, 82041 Deisenhofen, Tel. 089/450808762.
Wissenschaftliche Studie zur Diagnose von Lungenkrebs im Frühstadium und Abgrenzung unklarer Rundherde - mit Hilfe von ausgebildeten Tumorsuchhunden.
Hintergrund:
Lungenkrebs ist nicht nur eine der häufigsten Tumorerkrankungen, sondern auch eine besonders tückische, besonders, da sich Bronchialkarzinome wegen fehlender Schmerznerven in der Lunge erst sehr spät bemerkbar machen. Bis heute ist eine Früherkennung im heilbaren Stadium medizinisch nicht möglich. Wenn sich der Krebs bemerkbar macht oder im Röntgenbild erkennbar ist, ist er meist schon weit fortgeschritten. Und die Statistik zeigt: Fünf Jahre nach der Diagnose ist die Überlebensrate der Patienten erschreckend gering.
Neue Möglichkeiten könnte hier der Einsatz von so genannten Tumorsuchhunden bringen. Diese Hunde können Stoffwechselprodukte von Krebszellen erschnüffeln, je nach Art des Tumors zum Beispiel im Urin oder wie beim Lungenkrebs in der Atemluft von Patienten. Hunde haben etwa 40mal so viele Sinneszellen wie der Mensch, allein das Geruchszentrum macht etwa 10% ihres Gehirns aus, im Vergleich beim Menschen nur 1%. Laut Studien können speziell ausgebildete Hunde eine Erkrankung durch Krebs bereits riechen, ehe diese schulmedizinisch getestet werden kann. Was die Hunde riechen, weiß man bis heute nicht. Wissenschaftler in den USA, Großbritannien und Österreich vermuten, dass durch den erhöhten Zellstoffwechsel der Krebszellen besondere Moleküle als Nebenprodukte entstehen und je nach Krebsart durch den Atem oder Urin ausgeschieden werden. In Deutschland und Österreich wurde je eine viel versprechende Studie durchgeführt, allerdings war bisher keine so umfassend, dass sie einer wissenschaftlichen Prüfung und Zertifizierung standgehalten hätte.
Ziel:
Ziel der Studie war eine wissenschaftliche Anerkennung in Deutschland und der Einsatz geprüfter Hunde für die Erstdiagnose von Lungenkarzinomen und zur Abgrenzung unklarer Rundherde. Damit soll nicht nur die hohe Sterblichkeitsrate dieser Krebsart gesenkt werden, den Patienten sollen invasive Eingriffe zur Diagnose und Krankenhausaufenthalte und damit auch hohe Kosten für das Gesundheitssystem erspart werden.
Leistung der Stiftung:
Initiierung und Koordination der Beteiligten; Ausbildung einer neuen Hundestaffel mit Dokumentation; Verhandlungen mit dem Dachverband der Krankenkassen für die Zertifizierung; Finanzierung der Studie.