Hans-Sauer-Stiftungs-Juniorprofessur für Erfindungsprozesse und Intellektuelles Eigentum an der Ludwig-Maximilians-Universität MünchenErfindungen sind die Triebfeder moderner Wissensgesellschaften. An der Ludwig-Maximilians-Universität München wurde zum 1. Januar 2011 die bundesweit erste Juniorprofessur für die Erforschung von Erfindungsprozessen eingerichtet.
Dr. Karin Hoisl erforscht am Institut für Innovationsforschung, Technologiemanagement und Entrepreneurship (INNOtec) als Juniorprofessorin die Prozesse rund um die Entstehung von Erfindungen und den Umgang mit geistigem Eigentum. Die Person des Erfinders und ihr Beitrag zur Innovation stehen dabei genauso im Forschungsmittelpunkt wie die Rolle von gewerblichen Schutzrechten bei Unternehmensgründungen. Das INNO-tec unter der Leitung von Professor Dietmar Harhoff, Ph.D., der auch die Bundesregierung in Forschungs- und Innovationsfragen berät, betreibt seit Jahren international vernetzte Forschung zu Erneuerungsprozessen und geistigem Eigentum.
Laufende Forschungsprojekte: (Projektleitung jeweils Prof. D. Harhoff, Ph.D.):
- InnoS&T – Innovative Science & Technology Indicators (Laufzeit: 2008-2011) Befragung von ca. 120.000 Erfi ndern in 21 Ländern zu Wissensgenerierung und Rekombination,Erfindungsprozessen, der Bedeutung von IP und der Kommerzialisierung von Erfindungen. (Finanzierung des 7. Forschungsrahmenprogramms der Europäischen Kommission)
- APE Academic Patenting in Europe: Database Sharing, Applications and Extensions (Laufzeit:2009-2012) Aufbau einer europaweiten Datenbank von Universitätsforschern, die zukünftig Studien zur Entstehung und Verwertung von Universitätsforschung ermöglichen (Mitglied im SteeringCommittee).
- „Verwertung von Erfindungen – Eine empirische Analyse deutscher Erfinder“ „Verwertung von Erfindungen – Eine empirische Analyse deutscher Erfinder“
Die neue Juniorprofessur wird von der Hans-Sauer-Stiftung Deisenhofen finanziert, zu deren Stiftungszielen unter anderem die Förderung von Erfindungen und deren Nachhaltigkeit gehört. Im vorliegenden Fall investiert die Stiftung einen hohen sechsstelligen Betrag in eine langfristig angelegte strategische und operative Partnerschaft.