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Automatisiertes Revisionssystem für Leihbibliotheken


Bei dieser Erfindung führt ein mobiler Roboter, ausgestattet mit einer Digitalkamera, die Arbeit der Standortrevision in Bibliotheken automatisiert durch.

Bibliotheken sind Dienstleister mit dem Ziel, den Benutzern einen optimalen Service zu bieten. Das bedeutet im Idealfall, jedes gewünschte Buch in kürzester Zeit bereitzustellen. Am besten sind hierzu die so genannte Freihandbestände geeignet, also frei zugängliche Regale in den Lesesälen. Allerdings hat der Freihandbestand einen gravierenden Nachteil: Durch den Benutzerverkehr gerät der Bestand in Unordnung; im Laufe eines Jahres werden absichtlich oder aus Unachtsamkeit etwa zwischen 2 bis 2,5% aller vorhandener Bücher verstellt.
Also muss in den Lesesälen fortlaufend revidiert, d.h. kontrolliert werden, welche Bücher noch am richtigen Platz stehen.

Hierfür gibt es verschiedene Methoden: Die jährlich bis 10- jährlich durchgeführte Gesamtrevision wird durch tägliche Teilrevision an besonders frequentierten Standorten und die gezielte Suche nach vermissten Büchern ergänzt.
Insgesamt fließen so etwa 20-30% der Arbeitszeit des Lesesaalpersonals in Revisionsarbeiten.

Nach welchem System auch immer die Revisionsarbeit durchgeführt wird, bisher läuft sie nahezu ohne technische Unterstützungen ab. Dadurch ist diese Arbeit aufwändig und teuer und kann gerade bei der herrschenden Geldknappheit und den hohen Personalkosten nicht im gewünschten Umfang durchgeführt werden. Zudem ist die Revisionsarbeit für das Personal monoton und äußerst unbeliebt und zieht nicht selten einen signifikant erhöhten Krankenstand nach sich. Diese Situation ist in Deutschland und international vergleichbar. Es fehlt die Möglichkeit, um die Revision häufig und komfortabel durchführen zu können.

Herr Ponader hat mehrere Produkte entwickelt, die es ermöglichen, die Standortrevision weitgehend zu automatisieren. Beim Einsatz dieser Geräte werden die Bücher in den Regalen mit Hilfe einer oder mehrerer Kameras aufgenommen und verstellte und vermisste Bücher vom Softwaremodul mit Hilfe von Methoden aus der Künstlichen Intelligenz (KI) erkannt. Diese Software kann auf den digitalen Bilddaten der Buchrücken die Signaturetiketten bzw. Buchtitel erkennen. Die Signaturen werden mit der Datenbank der Bibliothek verglichen und eine Liste der verstellten oder vermissten Bücher erstellt.
Der Einsatz dieser Produkte ermöglicht es den Bibliotheken, die Revision mit weniger Personalaufwand in kürzerer Zeit durchzuführen und dadurch Kosten zu sparen. Um die Qualität des Bestandes zu erhöhen, kann nun weitaus häufiger und kostengünstiger revidiert werden. Dabei sind keine Anpassungen oder Eingriffe in die vorhandene Struktur der Bibliotheken notwendig.

Die HANS- SAUER-STIFTUNG förderte Herrn Ponader, indem sie ihn beratend und finanziell unterstützte und ihm Ansprechpartner vermittelte.
Diese Erfindung wurde anderweitig verbessert und realisiert, so dass es die Revisionssysteme mitlerweile überall in großen neuen Bibliotheken anzutreffen sind. Hier ist Herr Ponader nicht der Sschutzrechtinhaber.
 
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