Hans-Sauer-Preis »Förderung von Erfindern und Umweltinnovationen«Dieser Preis wurde für vorbildliche Förderpraxis in den Bereichen Erfinderförderung und Förderung von Umweltinnovationen und umweltgerechten Alltagsprodukten ausgeschrieben. Der Wettbewerb stand öffentlichen und privaten Fördereinrichtungen aller Art offen. Prämiert wurden finanzielle, beratende und sonstige Fördermaßnahmen, die als innovativ, effizient und erfolgreich gelten können und denen Modell- und Vorbildcharakter zugesprochen werden kann. Im Wettbewerbsteil mit Umweltbezug wurden außerdem die Umwelteffekte der geförderten Vorhaben mit in Betracht gezogen.
Am Wettbewerb beteiligt haben sich zahlreiche Einrichtungen aus Deutschland und Österreich: Die Palette reicht von Erfinderclubs über Gründungszentren bis hin zu Universitäten und hat eine vielfältige institutionelle Landschaft in den beiden Preisfeldern offenbart. Als Preisjury hat das neunköpfige Kuratorium der HANS-SAUER-STIFTUNG fungiert.
Im Bereich
Erfinderförderung wurde ausgezeichnet:
EZN Erfinderzentrum Norddeutschland GmbH, Theaterstraße 2, 30159 Hannover
Das EZN analysiert und begutachtet die wissenschaftliche Richtigkeit erfinderischer Ideen, die technische Realisierbarkeit neuer Technologien sowie deren Innovationswert und Wirtschaftlichkeit. Gegenstand der Förderung ist: Beratung der Erfinder, Bewertung der Erfindung nach einem selbstentwickelten 5-Punkte-Programm, Recherche zum Stand der Technik, Beurteilung der Aussichten auf wirtschaftliche und unternehmerische Umsetzung, Abstimmung der Anmeldestrategie (Patentstrategie), finanzielle Förderung der Schutzrechtssicherung (Patentanmeldung), weitere Förderung des Patentierungsverfahren (evtl. auch international) bei ständiger Begleitung und evtl. Neubewertung anhand der amtlichen Bescheide in Kombination mit der technischen Umsetzung der Erfindung (Prototyp, Messungen, Zulassungen, Gutachten), Beratung bei Lizenzverhandlungen – auch zum Einlizenzieren ggf. notwendiger Schutzrechte Dritter. Damit bietet das EZN eine geschlossene „Förderkette“, gefördert wird maximal über einen Zeitraum von 36 Monaten, maximale Förderhöhe sind 30.000,00 €.
Im Bereich Förderung von Umweltinnovationen wurde ausgezeichnet:
Die Lehr- und Projektveranstaltung „Eco-Venturing“ an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Seit dem Wintersemester 2009/2010 bietet das Department für Wirtschafts- und Rechtswissenschaften für Master-Studierende den bundesweit einzigartigen Studienschwerpunkt „Eco- Entrepreneurship“ an. Dieser umfasst die Module „Innovationsmanagement“ und „Entrepreneurship“ sowie die Projektveranstaltung „Eco Venturing“. In deren Rahmen entwickeln Studierende gemeinsam mit Praxispartnern konkrete Umweltinnovationsprojekte und erarbeiten Businesspläne für „grüne“ Zukunftsmärkte. Ziel sind dabei „echte“ Unternehmensgründungen und die Entwicklung neuer Geschäftsfelder, die zur Lösung von Umwelt- und Nachhaltigkeitsherausforderungen beitragen. Die Schwerpunkte liegen auf: Entwicklung von Geschäftsmodellen, Umwelt- und Nachhaltigkeitsbewertung von Geschäftsideen, Markt- und Wettbewerberanalysen, Wirtschaftlichkeitsberechnungen, Erarbeitung von Businessplänen und Investorenpräsentationen. Das Thema Nachhaltigkeit wird in jedem Projekt frühzeitig und systematisch berücksichtigt.