Hans Sauer Preis 2006

Forschung über Erfinder

Der erste Hans Sauer Preis im Jahr 2006 zielte auf Forschungsarbeiten, die sich mit dem in der Wissenschaft weithin vernachlässigtem Thema des Erfinders und Erfinderunternehmers und mit dem Prozess des Erfindens auseinandersetzen. Der Wettbewerb stand Vertretern aller Disziplinen offen, fachübergreifende Ansätze wurden besonders gewürdigt.

Preisträger und Verleihung

Eine erster Preis in Höhe von 5.000 Euro wurde der Wirtschaftswissenschaftlerin Dr. Karin Hoisl von der Ludwig-Maximilians-Universität München für ihre Dissertation »A Study of Inventors – Incentives, Productivity, and Mobility« verliehen. Frau Dr. Hoisl hat seit 2011 die Hans-Sauer-Juniorprofessur für Erfindungsprozesse und Intellektuelles Eigentum an der Ludwig-Maximilians-Universität München inne.

Ein weiterer Preis in Höhe von 5.000 Euro ging an die US-amerikanische Psychologin Sheila J. Henderson, Ph.D. für zwei Beiträge aus der psychologischen Kreativitätsforschung.

Einen historischen Sonderpreis erhielt der US-amerikanische Wissenschaftshistoriker Myles W. Jackson für sein Buch „Spectrum of Belief. Joseph von Fraunhofer and the Craft of Precision Optics.“. In Zusammenarbeit mit der Hans Sauer Stiftung ließ Myles Jackson das Buch später auch ins Deutsche übersetzen, es kam im Jahr 2009 unter dem Titel „Fraunhofers Spektren. Die Präzisionsoptik als Handwerkskunst“ im Wallstein-Verlag heraus.

Die Verleihung der Preise erfolgte im Rahmen einer Veranstaltung im Einstein-Saal der Berlin-Brandenburgischen-Akademie der Wissenschaften in Berlin. Die Laudationes wurden von Prof. Dietmar Harhoff, Ph.D. (INNO-tec – Institut für Innovationsforschung, Technologiemanagement und Entrepreneurship, Ludwig-Maximilians-Universität München), Prof. Dr. Harald Mieg (Hans Sauer Professur für Metropolen- und Innovationsforschung, Humboldt-Universität zu Berlin) und Prof. Dr. Hans-Jörg Rheinberger (Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte, Berlin) gehalten.

Chronik